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Verlorene Städte
Der Höllenschlund unter London, genannt die Katakomben: ein in den 90er Jahren entdecktes Höhlensystem jenseits der U-Bahn-Tunnel, das Tausende Meter in die Tiefe reicht. Seinen Grund hat man bis heute nicht gefunden. Maeve O’Sullivan studiert an der University of Dublin und verfolgt das Ziel, zu einem Mudlark zu werden: einem eingefleischten Tiefenschürfer, der nach Schätzen in den Gewölben sucht. Angestachelt durch eine Wette steigt sie in die Tunnel hinab … verirrt sich jedoch. In dem Versuch, an die Oberfläche zurückzukehren, gelangt sie immer tiefer in dieses Netzwerk verworrener Korridore, bevölkert von grotesken Wesen wie heimtückischen Schlingpflanzen und wandernden Steinen. Dort begegnet sie dem rätselhaften Blaise. Er rettet sie vor dem sogenannten Wächter, einer Kreatur, die selbst die Mudlarks fürchten. Maeve wird von diesem mit einem Zeichen belegt, das sie zu einem Leben in der Tiefe verdammt – ohne die Möglichkeit, die Katakomben je wieder zu verlassen. Gemeinsam mit Blaise beginnt sie eine Reise in die Tiefe, mit dem Ziel, am Grund der Unterwelt eine Heilung zu finden.
Unsere Meinung zu „Verlorene Städte“
Dieser Roman lebt vor allem von seiner dichten und bedrückenden Atmosphäre. Besonders spannend ist dabei, wie selbstverständlich queere und nicht binäre Figuren Teil dieser Welt sind, ohne dass ihre Identität künstlich in den Mittelpunkt gerückt wird. Stattdessen überzeugt die Geschichte durch ihr kreatives Worldbuilding und die temporeiche Handlung, die einen immer tiefer in diese fremdartige Unterwelt zieht.
„Verlorene Städte“ ist Band 1 der Dilogie „Lichter unter London“. Band 2 ist bereits erschienen und trägt den Titel „Vergessene Sterne„. Mit „Schlammlerche“ gibt es zusätzlich noch einen unabhängigen Einzelband.
Falls Du diese Rezension vor dem 28. Juni 2026 liest, sei Dir außerdem die Lesung mit Anne Herzel empfohlen: Zur Lesung
Empfohlen von Korbinian Roth
Verlorene Städte – Anne Herzel
Kartoniert 18,- € – Cross Cult






